14. Februar 2012 - Julia von Seiche schreibt Vorschlag im Zukunftsdialog

Die AKIK Bundesvorsitzende Julia von Seiche Nordenheim hat am 14.02.2012 einen Online-Beitrag in den Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin gestellt.

Sie können diesen Vorschlag unter folgendem Link finden und unterstützen:

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Herzlichen Dank

Titel:
Mehr Rücksicht auf kranke Kinder und deren Familien

Text:
Familien mit Kindern sind finanziell und zeitlich sehr belastet. Wird dann noch ein Kind schwer oder chronisch krank, ist das eine krisenhafte Situation, die unser aller Hilfe erfordert. Einige Familien verfügen über funktionierende soziale und/oder familiäre Netzwerke im direkten Umfeld. Etliche aber haben diese Hilfen nicht, wie z.B. Hartz-IV-Empfänger oder Alleinerziehende. Zu dieser prekären Situation kommen oftmals noch finanzielle zusätzliche Bürden hinzu. Die medizinische Versorgung - erst Recht von Kindern - findet zunehmend in Zentrumskrankenhäusern statt, die überwiegend in Ballungszentren liegen. Immer häufiger kommt es dazu, dass die Eltern schon alleine das Fahrgeld zu diesen Zentren nicht mehr aufbringen können.

Unser Vorschlag daher:

Sämtliche Kosten der medizinischen Versorgung von Kindern bis zum 18. Lebensjahr sind solidarisch, z.B. über Steuern zu finanzieren. Konkret bedeutet dies, dass die niedergelassenen Kinderärzte in ihrem Budget für die Krankenbehandlung nicht mehr gedeckelt werden (Stichwort: Regelleistungsvolumina), dass die Kinderkliniken aus dem derzeitigen Fallpauschalen-System herauszunehmen und über eine Art P4P (pay for perfomance, auf deutsch: Geld für tatsächlich erbrachte Leistung) zu honieren sind und dass die Eltern nicht mehr Heil- und Hilfsmittel selber zahlen oder vorfinanzieren müssen. Krankenkassen dürfen Eltern keine Leistungen mehr vorenthalten, die ihnen nach SGB-Gesetzgebung zustehen.